Der größte Teil des Inventars der Stube entstammt ursprünglich dem Haus Mühlenstraße 15, wo Hinrich Klenke, der letzte Zigarrenmacher in Achim als Fabrikant tätig war und seinen Beruf noch bis zum 80. Lebensjahr im Jahre 1965 ausübte. Das mittlerweile längst vergessene Handwerk des Zigarrendrehens vom Entrippen des Tabakblattes bis hin zum Wickelmachen und Rollen der Zigarren wird wieder lebendig. Folgende historische Arbeitsgeräte versetzen so manchen wieder in die „gute alte Zeit“ und gewähren der Jugend einen Einblick in vergangene Zeiten:
Wickelformen zum Formen der Zigarren, Wickelformenpresse, Wickeltisch und Rollbrett zum Wickeln und Rollen der Zigarre, Zigarrenmesser zum Schneiden der Wickel und Deckblätter, Tabakschneider zum Verwerten der „Reste“ für Pfeifentabak, Bündelvorrichtung zum Ermitteln der abzupackenden Stückzahl an Zigarren, Kistenpresse, schmucke Zigarrenkisten aus Blech und Holz, Zigarrenkistenaufkleber und Bauchbinden als Markenzeichen der Zigarre. Alle Geräte sind auf Tafeln außerhalb der Zigarrenmacherstube mit Bild und Text beschrieben.
Durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz 1847 gab es nicht nur eine günstige Infrastruktur, Achim gehörte auch zum Königreich Hannover, das 1854 dem "Deutschen Zollverein" beitrat. Da Bremen als traditionelle Zigarrenmacherhochburg diesem Zusammenschluss nicht angehörte, war die Produktion dort nun erheblich teurer und die Zeit der Zigarrenmacher in Achim begann.
Neben der Zigarrenmacherstube erinnern das Zigarrenmacherdenkmal in der Fußgängerzone und eine Skulptur vor dem Amtsgericht an dieses Gewerbe. Besichtigung der Zigarrenmacherstube ist während der Rathausöffnungszeiten möglich.
Obernstr. 38
28832 Achim
+49 4202 / 2949
http://www.achim.de/
Koordinaten um Zigarrenmacherstube im Rathaus mit dem Navigationssystem zu erreichen.
Längengrad: 9.03680603270355
Breitengrad: 53.01190485
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